Marketing in China

Kundenbefragung auf chinesisch  (Marketing in China) Verfasst: Sonntag, den 22. Juni 2008 13:47

Hier mal noch ein Fragebogen einer chinesischen Hotelkette. Ich versteh zwar nicht, was draufsteht... aber die Skala ist wenigstens eindeutig. Ich werde das ganze mal übersetzen lassen. So wie ich es in Erinnerung habe, ging es auch um die Bedienung in einem 4-Sterne-Restaurant (für ca. 7€ all you can eat). Nunja, diese Bedienung hat die Fragebögen auch an die Plätze gebracht, von dem her möchte ich nicht garantieren, dass die Ergebnisse valide sind ;-)

Permalink

Nochmal ein schönes Beispiel.....  (Marketing in China) Verfasst: Freitag, den 16. Mai 2008 18:08

....zum Thema Reizüberflutung am Point of Sale (POS) in einem chinesischen Supermarkt (naja, es war ein Auchan, also eine französische Kette).

 

NICHT sichtbar (bzw. hörbar) sind die laut aufgedrehten Anlagen, die lauten POS-TVs, die schreibenden Promoter, usw... ;-)

 

und... auch wenns mans hier nicht wirklich erkennt.... man läuft IM Uhrzeigersinn... was bei uns ja ziemlich untypisch ist, da die meisten Supermärkte bei uns eine Laufrichtung GEGEN den Uhrzeigersinn haben. Auch wenn ich keine repräsentative Anzahl an Supermärkten besucht habe, würde ich mal auf ein Verhältnis von 50:50 schätzen, was die Laufrichtung angeht....

Permalink

Wie lockt man Kunden in den Laden?  (Marketing in China) Verfasst: Dienstag, den 22. April 2008 21:14

Anbei mal ein paar typische Bilder des chinesischen Alltages in Touristengegenden. Hier in der legendären "Nanjing Road" in Shanghai. Das letzte mal habe ich ja schon etwas über Reizüberflutung geschrieben. Die total beleuchette Nanjing Road ist dafür natürlich ein Paradebeispiel:

Nanjing Road, Marketing, China, Reizüberflutung

zu der penetranten und kitschigen Beleuchtung kommen noch tausende "Lolex" und "Plada"-Verkäufer, usw...

Was also kann man machen, um ohne Musik (die scheint hier wohl geregelt zu sein), Kunden zu akquirieren?

Klassischerweise wird dies durch klatschende und "laut redende" Mitarbeiter an der Türe gemacht. "metersbonwe" hat dies aber noch um weiten getoppt: Ein Team schreiender und gröhlender Verkäuferinnen, die wohl "dezent ihren USP kommunizieren" möchten übernahme die Akquise. Leider war es ihnen etwas peinlich, als sie bemerkten, dass sie von mir gefilmt wurden.

 

Fazit:

Mich hat es abgeschreckt, ich wurde kein Kunde ;-)

Permalink

Marketing in China  (Marketing in China) Verfasst: Freitag, den 28. März 2008 07:17

Marketing in China

 

Momentan bin ich in China, in der Nähe von Shanghai – des 2monatige Besuch hat primär sogar etwas mir Marketing zu tun.

 

Da ich selber in meinem Appartement kein Internet habe, komme ich kaum zum bloggen. Trotzdem mal ein paar interessante Berichte über das chinesische Marketing / Management, die mir so aufgefallen sind.

 

Prinzipiell kann man zwei Arten von Menschen, bzw. Unternehmen erkennen: Die modernen, und die traditionellen. Mischformen gibt es so gut wie keine.

 

Absolute Reizüberflutung:

Wenn Strom „nichts kostet“ und die Gesetze recht „offen“ sind, kann man hier kräftig pusten. Skybeamer, bunte, blinkende Leuchtreklame, wummernde Bässe, etc en masse. Jeder probiert heller, lauter, besser als der andere zu sein. Bei Nacht kommt man sich teilweise vor wie in Las Vegas. Selbst in Supermärkten wird mit Werbung maßlos übertrieben. Vor lauter Promotions („Probierständen“, Zweitplatzierungen, usw…) und Werbebannern erkennt man teilweise schon kaum mehr die Produkte.

 

Linksdrang?

Als Deutscher ist man es gewohnt, „von rechts nach links“ zu laufen. Fast jeder deutsche Supermarkt hat das Problem erkannt, sprich: Man kommt rechts hinein, und läuft nach links „im kreis“, also gegen den Uhrzeigersinn. Genau so, wie wir es gewohnt sind (nicht ohne Grund laufen die Sportler auch so, etc…). In China konnte ich schon mehrmals das Gegenteil bemerken, bzw. teilweise auch gar keine Struktur. Ich habe mal probiert „spontan“ das Gehverhalten der Konsumenten zu analysieren (natürlich nur aus dem Stand ohne Aufzeichnungen, etc). Und tatsächlich, es kam mir selbst in großen Supermärkten wie WalMarkt sehr unstrukturiert vor. Auch die klassische „Vierecksform“ hat teilweise gefehlt, es gibt hier doch einige „Äste“ bzw. „Ausleger“ der Supermärkte, in die man nur kommt, bzw. die man nur findet, wenn man wirklich danach sucht. Allerdings kommt mir das Verhalten der Chinesen eigentlich immer sehr unstrukturiert vor. In größeren Städten wie Shanghai ist natürlich ein System drinnen, aber sobald man aus den „westlichen“ Städten hinauskommt herrscht das reinste Chaos. Verkehrsregeln oder sonstige Sachen gibt es nicht.

Permalink