...was man im Marketing von Untergrund-Organisationen lernen
kann...
Eine Organisation mit politischen Zielen hat das
Wasser des brühmten Brunnen "Fontana di Trevi" in Rom
kurzerhand rot gefäbrt - und dazu noch Flugblätter
vetielt. Diese enthielten neben einem Bekennerschreiben auch
anarchistische Parolen, sowie eine kritische Beurteilung des "roten
Teppichs" bzw. der gerade stattfindenden Filmfestspiele. Mit
ein paar wenigen Euros hat es die Organisation "Azione futurista
2007" (Futuristische Aktion) nun geschafft, weltweit auf sich
aufmerksam zu machen.


(Anita Ekberg, schwedisches "Sex Symbol", im Film
"La Dolce Vita" im Fontana di Trevi", 1960)
Guerilla-Marketing wird in der Literatur als
eine Kommunikationsmethode bezeichnet, die sich dadurch
auszeichnet, mit wenigen, einfachen Mitteln eine möglichst
große Wirkung zu erzielen. Oft bewegen sich diese Aktionen in
rechtlicher Grauzone oder sind bereits "illegal".
Keine Frage - die Hintergründe der Aktion, und die Ziele
dieser Organisation kann ich auf keinen Fall befürworten. Ich
stimme dieser und ähnlichen Organisationen auch in keinster
Weise zu. Aus gesellschaftlicher und kultureller Sicht
natürlich ein "Skandal" - keine Frage. Aus reiner
Marketing-Sicht aber Klasse!
Eigentlich ist es aber doch eine Win-Win Situation: Das
Stadtmarketing von Rom kann, in gewisser Weise, davon profitieren.
Der berühmte Brunnen ist - trotz der bekannten Badeszene mit
Anita Ekberg im Film "La Dolce Vita" und riesigen Besuchermassen
jedes Jahr - nun noch bekannter. Dort eine Münze
hineinzuwerfen, soll angeblich Glück bringen. Ein
Behälter mit Farbe bringt,nicht nur angeblich, sondern sicher,
Aufmerksamkeit hoch 10! Mit keiner anderen Kommunikationsmethode
hätte man es wohl geschafft, einen so günstigen TKP zu
erhalten, bzw. einmal so eine große Aufmerksamkeit bzw.
Interesse, sowie den Wunsch, den Brunnen zu
sehen, zu wecken (somit hätten wir das A, das I
und auch das D des AIDA-Modells schon mal - Time for Action ;-)
).
Die Organisation hat es geschafft, im Gegensatz zu anderen,
ähnlichen Organisationen, OHNE Schäden an Menschen auf
sich aufmerksam zu machen. Ob durch die Farbe Schäden an
dem Brunnen entstanden sind, weiß ich nicht - ich hoffe nicht.
Aus gesellschaftlicher (und politischer) Sicht natürlich eine
Sauerei, keine Frage. Und man kann nur hoffen, dass jetzt nicht
jeder unzufriedene Bürger den nächstgelegenen Brunnen
färbt (Mal abgesehen von der Sauerei und der
Umweltverschmutzung wäre die Wirkung dann auch nur noch
minimal).
Auch Umweltorganisationen we Greenpeace schaffen es
regelmäßig. mit ähnlichen Aktionen auf sich
aufmerksam zu machen.
Wie gesagt... REIN aus Marketingsicht betrachtet, SEHR
EFFIZIENT!
Quellen: Welt Online.de (
Klick!)
btw... gerade noch bei YouTube gefunden... Gibt natürlich
schon die ersten Videos dazu online - ich lieeeebe Web 2.0 ;-)
I-love-Marketing.de - der
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